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Exkursion in das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof

Am Montag, den 9. Juli, fuhren die Klassen 9a, 9b und 9e des Melanchthon-Gymnasiums im Rahmen einer Exkursion im Fach Geschichte mit dem Bus in das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler-Struthof. Das frühere Konzentrationslager, das sich 60 Kilometer südwestlich von Straßburg am Nordhang des Mont Luise in den Vogesen befindet, ist heute eine Gedenkstätte zur Erinnerung an die Opfer und zugleich ein außerschulischer Lernort für die Gewalttaten der Nationalsozialisten. Im Vorfeld waren die Inhalte der NS-Ideologie, der Ereignisse des Zweiten Weltkrieges sowie der Errichtung und der Abläufe in den Konzentrationslagern im regulären Unterricht, als auch in Gleichwertigen Feststellungen von Schülerleistungen (GFS) durch die Jugendlichen selbst behandelt worden. In der Woche vor der Fahrt wurde dann die Thematik anhand von Filmmaterial und Zeitzeugenberichten mit dem expliziten Bezug auf das KZ Natzweiler-Struthof zur Orientierung für die Gegebenheiten vor Ort vertieft.

 Nach der Ankunft wurden die Klassen von Ihren Fachlehrern in vier Abschnitten durch das Lager und dessen direkte Umgebung geführt. So besuchte man zunächst das Grundstück der „Villa Ehret“, in welcher der Kommandant während des Lagerbetriebs untergebracht war, bevor man die einzelnen Bereiche des Lagers mit Wohnbaracke, Küchenbaracke, Appellplätzen, Todesstreifen, Zellenblock, Krematorium, Aschengrube und dem Memorial-Building besichtigte. Abschließend bekamen die Schüler Zeit zur eigenen Verwendung, um sich im Museum nach ihren Interessen selbständig mit den schriftlichen Dokumenten und den Utensilien des Lageralltags auseinanderzusetzen. Auf großes Interesse stießen vor allem die Einrichtung der Wohnbaracken und die Liste mit den Essensplänen für die Häftlinge, die einen anschaulichen Eindruck von der Grausamkeit der Inhaftierung vermittelten. Abschließend betrachteten die Klassen das mittlerweile leerstehende Hotel du Struthof und die benachbarte Gaskammer, die sich unterhalb des Lagers befinden, bis am Nachmittag die Rückfahrt nach Bretten erfolgte.

In der nächsten Geschichtsstunde konnten die Schüler zur Reflektion der Eindrücke ihre Erlebnisse schildern und in der Klasse diskutieren. Dabei wurden nicht nur die historischen Inhalte untereinander besprochen, sondern auch die Erkenntnis, dass im Unterschied zu den Darstellungen im Schulbuch historische Orte mit der Zeit einen Veränderungsprozess durchlaufen und das Bild von der Geschichte von diesen Darstellungen abhängt. Als wichtigste Einsicht nannten die Schüler jedoch übereinstimmend das entstandene Bewusstsein für eine Verantwortung, dass sich die schrecklichen Ereignisse der damaligen Zeit nicht wiederholen dürften.