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Streicher-Ensembles des MGB greifen nach den Sternen

Schon das Programmheft ließ erwarten, dass es dieses Jahr hoch hinaus gehen würde. Nicht nur das Design, sondern vor allem die Auswahl der Stücke war stellar. Freunde dramatischer Filmmusik kamen bei der Piccola Camerata voll auf ihre Kosten. Viele der Zuhörer konnten die Soundtrack Highlights aus dem Film „Star Wars – The Force Awakens“ (J. Williams) sicherlich mitsummen. Sie genossen das breite Klangspektrum, den Widerstreit von Gut und Böse, der für die Filmreihe so charakteristisch ist.  Unterstützt wurde die Piccola Camerata dabei  von Katrin Schweizer am Klavier. Auch das Kammerorchester widmete sich engagiert diesem Genre und bot mit „Star Trek through the years“ (A. Courage) einen Leckerbissen nicht nur für die Science Fiction Fans. Andreas Sekulla, Leiter des Kammerorchesters, hatte sich nach eigener Aussage lange gegen diesen ambitionierten Vorschlag aus den Reihen seiner Musiker*innen gewehrt, diesem Wunsch aber nun endlich nachgegeben, auch aufgrund der Tatsache, dass es dieses Jahr bei den Blasinstrumenten eine Verstärkung gegeben hat, die die Aufführung ermöglicht habe. Damit ging das Ensemble an die Grenzen des Machbaren, aber das ist nun mal  immanent, wenn man sich mit „unendlichen Weiten“ beschäftigt. 

Man blieb dem Konzept insoweit treu, dass zum Abschluss des Konzertes zauberhafte „Highlights from Harry Potter“ (J. Williams) präsentiert wurden. Das Genre Filmmusik ist sicherlich ein äußerst schwieriges, welches das Kammerorchester und auch die Piccola Camerata mit der Titelmelodie zur Erfolgsserie „Game of Thrones“ (R. Djawadi) gekonnt umsetzten. Die ineinander greifenden musikalischen Motive und Themen stellen durchaus eine Herausforderung dar. Es war an den beiden Konzertabenden jedoch auch Platz für eine Uraufführung, solistische Höhepunkte und ein Medley aus Tschaikowskys „Schwanensee“. Mona Kempf aus der neunten Klasse ist Komponistin und Dirigentin. Sie brachte ihr eigenes Stück mit dem Titel „99%“ ins Kammerorchester ein. Ein vielversprechender Schritt auf dem Weg einer Vollblutmusikerin. Solch eine ist sicherlich auch Anastasia Thomas, die als Solistin am Violoncello selbst die schnelle Gangart beim „Allegro appassionato“ von Camille Saint-Saens nicht nur spieltechnisch, sondern vor allem mit gefühlvollem Ausdruck meisterte.

Besonders schön zu sehen war, wie konzentriert der Nachwuchs ans Werk ging. Die Streicherklassen 5d und 6b waren buchstäblich zum Niederknien. Robert Gervasi zollte so David Scheibler am Piano Respekt. Des Weiteren wurde mit „Vive la France“ (S. McAllister)  ein wunderbares Medley bekannter Melodien präsentiert. Ob das schwungvolle „Disco“ der 6b, der fetzige „Bow Rock“ oder der schon traditionelle „Open String Samba“, mit dem die Streicherklasse 5d das Konzert eröffnete, Peter Wilson und Madeleine Ranger bieten unterhaltsames Material für die Streicherklassen und ihre Zuhörer. So konnten sich alle an den beiden Konzerten Beteiligten über die rundum gelungenen Veranstaltungen freuen. 

Marc Soedradjat