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Fensterläden aus Arboform

Schülerinnen und Schüler des MGB präsentierten ihre Ergebnisse im Rahmen des TheoPrax-Projekts „Fensterläden aus Arboform“.

Bei Arboform handelt es sich um einen biologisch vollständig abbaubaren Kunststoff auf Holzbasis, auch Flüssigholz genannt. Derzeitige Anwendungsgebiete des Werkstoffs beschränken sich auf den Innenbereich, zum Beispiel im Musikinstrumentenbau. Um Arboform auch im Außenbereich anwenden zu können, haben Florian Jörg, Torben Krüger, Julia Langer, Juliane Merkel, Rebecca Metz, Michelle Paulini, Michael Radius und Hannes Weinreuter zahlreiche Experimente durchgeführt und weiterentwickelt. Ziel ihrer Untersuchugen ist es, eine Oberflächenschutzschicht zu finden, die sowohl die Form- als auch die Farbstabilität des Werkstoffs unter verschiedenen Witterungseinflüssen gewährleistet. Die SchülerInnen untersuchten unter anderem die biologische Verwitterung und das Quellverhalten von Arboform und kamen zu dem Ergebnis, dass ein geeignetes Schutzmittel zunächst die Oberfläche versiegeln müsse.


Der Auftraggeber der Projektgruppe ist die Tecnaro GmbH. Geschäftsführer Dipl.-Ing. Helmut Nägele und der Betreuer für die Schüler, Dr. Lars Ziegler, zeigten sich beeindruckt von den Ergebnissen der Studien. Helmut Nägele lobte in seiner Dankesrede die Vorgehensweise und die klare Struktur des Berichts, der dem mittelständischen Betrieb Tecnaro ein vertieftes Wissen über den eigenen Werkstoff ermögliche. Lars Ziegler interessierte sich vor allem für die Farbabweichungen, die sich bei dem Einfluss von UV-Licht ergaben. Dadurch ließe sich eventuell ein größeres Farbspektrum von Arboform erreichen.

Der Projektbetreuer vom Fraunhofer Institut für Chemische Technologie (ICT), Prof. Dr.- Ing. Peter Eyerer, dankte zum Abschluss der Veranstaltung Herrn Bernhard Steger, der als betreuender Lehrer, Initiator und führende Hand den SchülerInnen immer wieder Anregungen gab und dafür sorgte, dass sie den Überblick nicht verloren. Er überreichte den Mitgliedern der Projektgruppe ein Zertifikat für ihr persönliches Portfolio. Florian Jörg, der  Teamsprecher der SchülerInnen, betonte im Kolloquium, dass das Projekt nicht nur eine interessante Herausforderung gewesen sei, sondern vor allem großen Spaß gemacht habe. Er dankte unter anderem auch den Experten vom ICT Dr. Thomas Reichert (UV- Verwitterung und Betreuung Langzeitversuch) und Wenka Schweikert (IR-Spektroskopie). Die Gruppe wird auch im nächsten Schuljahr weiter engagiert an diesem Projekt arbeiten und in enger Zusammenarbeit mit den Experten versuchen, den Werkstoff Arboform weiterzuentwickeln.

Soedradjat